Einkochen mit dem Pressure Canner: Schritt-für-Schritt Anleitung

Einkochen im Pressure Canner ist die geeignete Methode für das Einkochen von Fleisch, Fisch und Gemüse. D.h. für alle schwach säurehaltigen Lebensmittel mit einem PH-Wert größer als 4,6.

Für diese Lebensmittel sind zum Abtöten der Keime und Sporen Temperaturen über 100 Grad erforderlich, die im normalen Wasserbad nicht erreicht werden. Aus diesem Grund ist ein entsprechender Drucktopf „Pressure Canner“ erforderlich, mit dem bis zu 120 Grad eingekocht wird.

Nähere Infos und eine Übersicht der PH-Werte gibt es auf der Seite "Sicher einkochen - Gefahren ausschliessen".



Der Ablauf - Schritt-für-Schritt

1. Das Einkochgut auf der Basis des Einkochrezepts zubereiten

Sauberkeit bei allen Arbeitsschritten und eine gute Qualität der Lebensmittel, die verarbeitet werden, sind oberste Voraussetzung.

 

2. Gläser vorbereiten, befüllen, verschliessen

Je nachdem was man einkochen möchte und wie lang die Zubereitungszeit ist, kann man die Gläser parallel zum Kochvorgang vorbereiten oder man macht es komplett separat vorher. Am Anfang ist es sicher besser, nicht zu viel gleichzeitig ablaufen zu haben.

2.1. Das geeignete Glas

Ich habe am liebsten Gläser, bei denen ich das Vakuum eindeutig überprüfen kann - also die klassischen Weck-Gläser mit Gummiring und Klammern oder Schraubgläser mit separatem Schraubring und aufzulegendem Deckel. Natürlich kann man auch Twist-Off-Gläser verwenden. In jedem Fall gilt - nur einwandfreie Gläser verwenden! Ich vermeide auch, in zu grosse Gläser einzukochen und bevorzuge kleinere Gläser.

2.2. Sterilisieren

Der Erfolg beim Einkochen hängt zum grössten Teil von der Keimfreiheit ab, denn schliesslich soll der Prozess des Verderbens aufgehalten werden. Bakterien und Keime an Gläsern und Einkochgut sind kontraproduktiv. Hier gibt es die verschiedensten Empfehlungen und Tipps.  Einfach nur heiß ausspülen genügt nicht, auch nicht nur das Reinigen in der Spülmaschine, denn es müssen 100° Grad erreicht werden. Gläser und Deckel können für 15 Minuten in einem grossen Topf ausgekocht werden. Ich finde es aber recht umständlich und auch platzintensiv. Für mich ist das Sterilisieren im Backofen am praktischsten. Dafür werden die Gläser bei 140° Grad für 10 Minuten sterilisiert. Dann den Ofen ausschalten und die Gläser bis zum Befüllen warmhalten. Die Gläser müssen aber auch steril bleiben - dürfen also nur noch mit sauberen Zubehör oder sauberen Händen in Kontakt kommen! Deckel werden 10 Minuten in einem kleinen Topf abgekocht. Gummieinkochringe werden ca 3 Minuten in Wasser mit etwas Essig abgekocht.

2.3.  Befüllen der Gläser

Da der Rand der Gläser unbedingt sauber sein muss, wenn er verschlossen wird, empfiehlt sich ein Einfülltrichter. Ich fülle immer bis etwa 2 cm unter dem Rand. Gab es eine Kleckerei, müssen die Ränder noch einmal gesäubert werden. Vorsicht beim Einfüllen der heissen Massen.

2.4. Gläser verschliessen

Die Gläser sollten nach dem Befüllen möglichst zügig verschlossen werden. Man legt also bei Weck-Gläsern den Gummiring auf den Rand des Glasdeckels und legt diesen dann auf das Weckglas. Nun werden die Verschlussklammern jeweils gegenüberliegend angeklippt. Bei zweiteiligem Schraubverschluss zuerst den losen Deckel genau auf die Glasöffnung legen und nun den Schraubring darüber setzten und festdrehen. Twist-Off-Gläser einfach mit dem Schraubdeckel verschliessen.

 

3. Das eigentliche Einkochen im Pressure Canner

Die Gläser sind gemäß dem Einkochrezept vorbereitet - jetzt geht es los. Das mitgelieferte Bodenggitter in den Pressure Canner legen, damit die Gläser nicht direkt auf dem Boden stehen. Ansonsten können diese zerspringen.

3.1 Pressure Canner vorbereiten

Heisses Wasser gemäß der Anleitung des Canners einfüllen. Bei Bedarf, d.h. je nach Härtegrad des Wassers, zwei Teelöffel hellen Essig dazugeben. So setzt sich außen auf den Gläsern kein Kalk ab. Die Gläser direkt nach dem Verschließen in den Pressure Canner stellen. Den Canner mit dem Deckel verschließen.

3.2. Einkochen unter Druck

Den Topf so lange auf hoher Stufe erhitzen, bis kontinuierlich Wasserdampf aus dem Überdruckventil strömt. Der Dampf sollte dann stetig für weitere 10 Minuten aus dem Ventil strömen. Dazu kann die Temperatur auch reduziert werden.

Sind die 10 Minuten um, muss nun das Gewicht auf das Ventil gesetzt werden und die Hitzezufuhr wird wieder erhöht. Da der Pressure Canner jetzt verschlossen ist, steigt der Druck und damit die Temperatur innen. Jetzt die Hitzezufuhr so regeln, dass der erforderliche Druck laut Rezept erreicht und auf der Druckanzeige nicht mehr unterschritten wird. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Einkochzeit.

3.3. Ende der Einkochzeit

Jetzt Herdplatte ausschalten und den Pressure Canner zur Seite nehmen. Noch nicht gleich öffnen! Den Canner erst abkühlen lassen (ohne nachzuhelfen) bis die Druckanzeigen keinen Innendruck mehr anzeigen. Jetzt kann der Pressure Canner geöffnet und die Gläser entnommen werden.

Den Ablauf habe ich auf der Grundlage meines Pressure Canners von der Firma Presto dargestellt. Details bei anderen Herstellern können variieren. In jedem Fall ist die Gebrauchsanleitung zu beachten.


4. Alles im Pressure Canner erledigt - was nun?

Die Gläser - am sichersten mit einem Glasheber - aus dem noch heissen Wasser heben. Man stellt sie am besten auf ein Geschirrtuch und nicht direkt auf die Arbeitsfläche, um ein Platzen zu vermeiden. Bis zum vollständigen Erkalten bleiben die Klammern auf den Weckgläsern mit Gummiring. Während dieses Ablühlvorgangs bildet sich das Vakuum. Der Druck mit den Klammern muss also unbedingt noch erhalten bleiben. Bei Twist-Off-Gläsern macht sich das Übergehen in das Vakuum manchmal mit einem lauten Knacken/Knallen des Deckels bemerkbar. Der wölbt sich nämlich jetzt beim Abkühlen nach innen. Jetzt kommt die Deckelprobe: nach dem Abkühlen also die Klammern lösen, das Glas am Glasdeckel anfassen und leicht anheben. Wenn das Glas fest am Deckel sitzt, hat alles super funktioniert. Bei Twist-Off-Gläsern sieht man am nach unten gewölbten Deckel, ob ein Vakuum entstanden ist.


5. Beschriften und ab ins Regal

Die Gläser sind abgekühlt - die Deckel sitzen - es ist geschafft!!

Jetzt möchte das neue Schätzchen natürlich noch einen Namen und ab zu seinen Artgenossen. Das Glas sollte jetzt beschriftet werden mit Inhalt und vor allem dem Einkochdatum. Dafür kann man einfach ein paar Klebeetiketten verwenden - oder praktische Flüssigkreide.

Das Eingekochte sollte an einem Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert werden. Idealerweise im kühlen Keller - im Prinzip kann man die Gläser aber auch bei Zimmertemperatur lagern.



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Kommentare: 36
  • #1

    Daniela (Sonntag, 28 Februar 2016 08:42)

    Hallo liebe Einkochheldin! Vielen Dank für deinen inspirierenden Blog. Ich habe bisher wenig eingekocht und dafür einen normalen Kochtopf oder den Backofen benutzt. Jetzt möchte ich mir einen Einkochtopf kaufen und schwanke zwischen einem normalen oder dem Pressurecanner. Für beides habe ich nicht genug Platz. Ich bin Vegetarierin, daher kei Fleisch zum Einkochen. Allerdings möchte ich hauptsächlich fertige Gerichte wie Suppe oder Curry einkochen. Was empfiehlst du mir? Kann man beim Pressure Canner die Temperatur einstellen? In welchem Temperaturbereich? Ich würde mich sehr über deinen Rat freuen. Liebe Grüsse Daniela

  • #2

    Ulli - Einkochhelden.de (Sonntag, 28 Februar 2016 11:18)

    Guten Morgen liebe Daniela,
    an Deiner Stelle würde ich, auch wenn Du kein Fleisch einkochst, trotzdem einen Pressure Canner nehmen. Ich habe beides und verwende den normalen Einkochautomaten nur noch sehr selten. Denn auch im Pressure Canner kannst Du mit der Wasserbadmethode einkochen, aber eben auch mit Druck. Vor allem bei Gerichten mit verschiedenen Zutaten oder auch solchen mit Hülsenfrüchten bist Du so immer auf der sicheren Seite. Erbsen, Linsen, Bohnen etc. müsstest Du mit der Wasserbadmethode eigentlich 2x mit einem Abstand von 24h einkochen - mit Druck (Pressure Canning) nur 1x.
    Der Pressure Canner ist kein Automat. Du mußt tatsächlich alles selbst regulieren und beobachten, aber das ist gar nicht so schlimm. Sobald der entsprechende Druck erreicht ist, muss die Temperatur für die entsprechende Einkochzeit einfach nur gehalten werden. Falls noch Fragen sind - jederzeit gern, liebe Grüsse, Ulli

  • #3

    Daniela (Montag, 29 Februar 2016 07:01)

    Liebe Ulli, vielen Dank für die rasche und hilfreiche Antwort. Ich hatte gehofft, das ich mit dem Pressure Canner beide Möglichkeiten habe. Dann werde ich mir jetzt mal einen bestellen. Bin schon gespannt. Dir eine schöne Woche. Liebe Grüsse Daniela

  • #4

    Carina (Donnerstag, 02 Juni 2016 15:47)

    Hallo Ulli,

    richtig tolle Seite hast du da ! Herzlichen Glückwunsch !
    Eine Frage hätte ich, da ich dazu nix finden kann. Wo hast du denn deinen Pressure Canner bestellt ? Kostet so ein Topf wirklich 350 Euro aufwärts ?

  • #5

    Ulli - Einkochhelden.de (Donnerstag, 02 Juni 2016 16:27)

    Hallo Carina, vielen Dank für Dein Lob! Also 350 EUR aufwärts hätte ich auch nicht investiert. Ich hab ihn bei amazon.com (USA) bestellt - ich glaube aktuell kostet er dort sogar "nur" 79 US $. Natürlich kommt noch Versand und Verzollung dazu (ca 45 EUR). Insgesamt habe ich ca 130 EUR bezahlt. Versand aus USA ging super schnell nach 3 Werktagen war der Pressure Canner da!!!
    Ich habe diesen: http://www.amazon.com/Presto-01781-23-Quart-Pressure-Canner/dp/B0000BYCFU

  • #6

    Tanja (Sonntag, 12 Juni 2016 07:58)

    Hallo Ulli! Ich bin total begeistert von Deinem Blog und bin angesteckt! Meinst Du, ich kann auch einen Schnellkochtopf statt dem Pressure Canner benutzen? Ich habe nicht so viel Platz, mir noch ein Küchengerät hinzustellen.
    Viele Grüße, Tanja

  • #7

    Carina (Freitag, 17 Juni 2016 11:07)

    Super, danke für den Link.

    Muss ich denn bezüglich der Größe etwas beachten ? Ich koche mit Original Weck Gläsern ein. Damit natürlich auch maximal viel von den Gläsern reinpasst.
    Bei dem Link ist der Pressure Canner mit 23qt angegeben, ist das deiner ?
    Kommst du mit der Größe gut zurecht ? Danke für deine Antwort :-)

  • #8

    Ulli - Einkochhelden.de (Samstag, 18 Juni 2016 09:34)

    Hallo Tanja,
    vielen Dank für das nette Feedback!
    Zu Deiner Frage: Ich weiß, dass einige auch im Schnellkochtopf einkochen. Es ist allerdings nicht ganz mit den großen Pressure-Cannern zu vergleichen. Die Größe dieser Einkochtöpfe bedingt etwas andere Prozesszeiten, weil das Druckaufbauen und auch das Druckabbauen hinterher und das Runterkühlen länger dauert. Das wirkt sich natürlich auf die Einkochzeiten aus. Normalerweise sollte in der Bertriebsanleitung für Deinen Schnellkochtopf auch stehen, ob er für das Einkochen geeignet ist. Ich selbst habe damit keine Erfahrungen.
    Allerbeste Grüsse, Ulli

  • #9

    Ulli - Einkochhelden.de (Samstag, 18 Juni 2016 09:52)

    Hallo Carina,
    vielen Dank für Deine Nachricht! Nein, ich habe den 16-Quart Topf - da hat sich wohl der Link geändert. Wir sind ein 4-Personen-Haushalt und ich komme mit dieser Größe gut zurecht. Kleinere Gläser bis zu 500ml kannst Du gut stapeln, das ist gar kein Problem. Und von den 850 ml Weckgläsern passen 5 rein. Das große Zylinderglas von Weck (1040ml) passt sicher 6x rein. Achtung: von den größeren bauchigen Weckgläsern (1062ml) in der sog. Tulpenform passen nur 4 rein. Ich koche im Pressure-Canner aber auch eigentlich eher "Essenskomponenten" ein. Also zB nur die Fleischbeilage oder Bolognesesauce und da benutze ich lieber kleinere Gläser.
    Für Suppen eignen sich natürlich die 1 Liter-Gläser besser.
    Viel Spass, hoffe ich konnte weiterhelfen.
    Ansonsten gern einfach noch mal nachhaken ;-)
    Grüsse, Ulli

  • #10

    Carina (Sonntag, 03 Juli 2016 21:21)

    Konntest du :-) ! Ich danke dir ganz ganz herzlich !

  • #11

    Anja (Montag, 04 Juli 2016 12:25)

    Hallo Ulli,
    ich bin hier gerade über Deinen tollen Blog hier gestolpert und finde es auch seltsam, dass das Pressure Canning in D offenbar ignoriert wird. Sag mal, ist der Topf denn für einen Induktionsherd geeignet, weißt Du das (ist der Boden magnetisch). Dann würde ich mir so einen auch bestellen. Noch eine Frage: Wie machst Du es mit Rezepten, da ist ja nie ein Druck angegeben und auch die Zeit ist doch sicher eine andere, wenn man mit höherer Temperatur einkocht, oder? Kann man den erreichten Druck irgendwie in die dazu gehörige Temperatur umrechnen? Ich habe noch nie was eingekocht, war nur am Überlegen, wie ich meinen Riesen-Karotten-Berg wegkriege und da fiel mir das "gute alte" Einkochen ein. Und die Karotten sind ja auch nicht im sauren Bereich, wenn ich das auf der schönen Grafik richtig gesehen habe. Und wenn ich es schon mache, dann gleich richtig, dachte ich - will ja nicht die Familie umbringen, sondern gesund ernähren :)).
    Lieben Gruß Anja

  • #12

    Ulli - Einkochhelden.de (Montag, 04 Juli 2016 16:18)

    Hallo Anja,
    auf Induktionsherden funktioniert der Pressure Canner, den ich benutze nicht, denn er ist nicht magnetisch.
    Für die Zeitangaben und die Höhe des Drucks verwende ich Einkochbücher mit ensprechenden Rezepten und Listen aus Amerika, weil dort ja mit dem Pressure Cannen vor mehreren Jahrzenten angefangen wurde. Dort werden Karotten auch tatsächlich unter Druck eingekocht. Denn sie liegen mit einem ph-Wert von 4,9-5,2 knapp über der kritischen Grenze von 4,6. Unter Zugabe von Essig kann man allerdings den ph-Wert verändern und sicherer einkochen. Allerdings hat man dann tatsächlich eingelegte Karotten und die sind eben nicht jedermanns Sache ;-)
    In meinen Rezepten findest Du übrigens eine Karottenmarmelade - die kannst Du im Wasserbad konservieren und sie ist echt lecker.
    LG, Ulli

  • #13

    Monipi (Dienstag, 05 Juli 2016)

    Hallo Uli,
    ich bin begeistert von deiner Seite! Endlich habe ich die nötigen Infos über den Pressure Canner gefunden. Dafür schon mal meinen herzlichsten Dank. Ich koche schon sehr lange ein, natürlich immer nur im Einkochtopf. Da ich aber immer schon unsicher bzgl. Fleisch und Fleischgerichten war, möchte ich mir einen Pressure Canner zulegen. Nun meine Frage: Können im Pressure Canner auch fertige Gerichte mit Kokosmilch und/oder mit Sahne, Mehlbindung etc eingekocht werden? Also alles, was im Einkochtopf nun mal garnicht geht? Und: Welche amerikanischen Einkochbücher mit den jeweiligen Angaben könntest du empfehlen?
    Liebe Grüße Moni

  • #14

    Monipi (Dienstag, 05 Juli 2016 11:54)

    Sorry, ich nochmal ;-)
    Ist der Pressure Canner für die Glaskeramik-Kochfelder geeignet? Ich denke, der wird schon recht schwer sein und mit den Gläsern und dem Wasser drin...
    Ich hab im Internet auch die All American Pressure Canner gesehen, die einen Warnhinweis enthielten, dass sie nicht auf Glaskeramik-Kochfelder verwendet werden dürfen. Was hältst du von diesen Cannern, kennst du die?
    Nochmal ganz liebe Grüße
    Moni
    PS: hab grad deine Rezepte gesichtet - einfach phänomenal!

  • #15

    Ulli - Einkochhelden.de (Dienstag, 05 Juli 2016 12:48)

    Hallo Moni,
    vielen Dank für Dein positives feedback - freu ich mich sehr drüber ;-)
    Zu Deinen Fragen:
    Auch im Pressure Canner dürfen in den Einkochgerichten weder Mehl noch Milchprodukte enthalten sein. Zumindest machen es so die allermeisten. Ich halte mich auch daran, muss ich sagen, denn gerade die Milchprodukte kannst Du schnell beim Zubereiten zufügen.
    Ich nutze gern das Buch "The Amish Canning Cookbook" von Georgia Varozza. Sie erklärt aich ganz gut den Unterscheid zwischen der Wasser-Bad-Methode und der Pressure Canner Methode. Neben den einzelnen reinen Marmeladen-, Relis-, Pickle-, Obst- und Gemüserezepten bietet sie auch Einkochrezepte für Suppen und Fleischmahlzeiten. Sie bietet auch wertvolle Tipps, wie man die Rezepte abwandeln kann.
    Zum Thema Cerankochfeld - die All American Pressure Canner sind wirklich sehr robust und schwer in der Ausführung. Ich denke, da ist wirklich fraglich, ob man den wirklich auf Ceran verwenden sollte. Ich kann es aber abschließend nicht beurteilen. Ich habe ja das "einfachere" Modell von Presto und benutze diesen allerdings ausschließlich auf dem Cerankochfeld.
    Hoffe, es hat ein wenig geholfen - sonst gern nochmal nachhaken ;-)
    Allerbeste Grüsse,
    Ulli

  • #16

    Monipi (Dienstag, 05 Juli 2016 21:54)

    Super Ulli, vielen Dank für deine ausführlichen Antworten :-)
    Nur eins noch: Wie stehst du dazu Gerichte mit Kokosmilch, z.B. Curry einzukochen?
    Herzliche Grüße
    Moni

  • #17

    Ulli - Einkochhelden.de (Dienstag, 19 Juli 2016 15:41)

    Hallo Moni,
    ich habe auch schon mit Kokosmilch eingekocht, jedoch sind mir da auch ein paar Gläser aufgegangen. Da ich nicht sagen kann, ob es am ebenfalls enthaltenen Tofu lag oder an der Kokosmilch, kann ich Dir nur sagen, dass ich da noch am experimentieren bin. Die Gläser die noch zu waren, haben auch super geschmeckt. War eine Art Thaicurry. Bei Kokosmilch scheiden sich die Geister, die einen mahcen es und haben gute Erfahrungen andere sagen strikt nein. Ich bin noch am probieren ;-)
    LG, Ulli

  • #18

    Daniela (Mittwoch, 24 August 2016 18:23)

    Liebe Ulli,
    vielen Dank für Deine tolle und informative Seite. Ich ernähre mich aus gesundheitlichen Gründen ketogen und möchte durch das Einkochen meinen täglichen Küchenaufwand reduzieren. Zunächst habe ich mir den Einkochautomaten von Weck bestellt. Nun bin ich aber auf Deine Seite gestoßen und da ich hauptsächlich Fleisch, Suppen, Soßen einkochen möchte, habe ich mich nun für den Pressure Canner entschieden. Vielleicht nicht so komfortabel, das ist mir die Sicherheit aber Wert. Nun bin ich gespannt und freue mich darauf, viele Gerichte auszuprobieren!
    Mach weiter so, ein ganz toller Blog, den Du hier aufgebaut hast!

  • #19

    der andy (Montag, 31 Oktober 2016 16:56)

    Wir haben uns auch einen Pressure Canner zugelegt wegen der Verluste bei basischen Gemüse und Fleisch.
    Ein Tip, den Druck Regulator an eine Kette am Griff des Deckels festmachen. So kann er nicht verloren gehen.
    lg
    der andy

  • #20

    Kristine (Sonntag, 18 Dezember 2016 17:45)

    Hallo Ulli,
    ich habe mir jetzt einen pressure canner zugelegt, den gleichen, den Du hast. Habe gerade erstmal eine Probe gemacht. Nach 10 min das Gewicht aufgelegt , nach weiteren 20 min hatte sich immer noch kein Druck aufgebaut, das Ventil ging auch nicht hoch. Ich habe dann den Ofen ausgestellt. Ist es normal, das es so lange dauert? Ich kenne sonst nur den normalen Schnellkochtopf, da dauert es nicht so lange .... Ist aber auch kleiner...
    LG Kristine

  • #21

    Ulli - Einkochhelden.de (Sonntag, 01 Januar 2017 11:48)

    Hallo Kristine,
    es tut mir Leid, dass ich Deinen Kommentar erst jetzt sehe, ich hätte sonst viel schneller geantwortet - ist irgendwie untergegangen.
    Also, das Gewicht solltest Du wirklich erst auflegen, wenn aus dem Ventil auf das dann das Gewicht später aufgesetzt wird für 10 Minuten moderat Dampf kommt. Also warmes Wasser einfüllen, Deckel gut verschliessen, mit starker Hitze und auf der grössten Herdplatte das Wasser im Canner zum kochen bringen. Ab jetzt kommt auch erst Dampf aus dem Ventil oben am Deckel. Die Hitze kann jetzt reduziert werden, das Wasser sollte aber weiterhin kochen - es sollte also weiterhin Danpf austreten. Nach 10 Minuten kann jetzt das Ventil aufgesetzt werden. Druck kann sich aufbauen und der kleine Metallstöpsel ploppt nach oben.
    Ich denke, es lag daran, dass Du keine Gläser mit im Topf hattest. Da dauert es sicher länger bis sich der Druck aufbaut. Die Gläser haben ja auch ihr Volumen und einen fast heissen Inhalt, das wirkt sich sicher auf die Zeit aus, in der sich der Druck aufbaut.
    Hoffe, ich konnte helfen - viele Grüsse!
    Ulli

  • #22

    Kristine (Dienstag, 03 Januar 2017 13:19)

    Folgendes habe ich inzwischen ausprobiert: mit 3 befüllten Gläsern und auf zwei Herdplatten, beide höchste Stufe, da ich den Eindruck hatte, die Platten werden nicht heiss genug. Das Wasser kocht , Dampf kommt auch raus für 10 min, aber der Stöpsel ging nicht hoch :-( Zur Sicherheit habe ich dann noch ein 2tes Mal im Ofen eingekocht.
    Aber Du benutzt doch auch normale Ceranfelder und keinen Gasherd, wie auf sämtlichen Filmen von Presto zu sehen?
    Ich probiere heute noch einmal weiter mit Bolognesesosse, muss dann zur Not ein zweites Mal einkochen. Melde mich dann nochmal.
    Danke schön und viele Grüße :-)
    Kristine

  • #23

    Kristine (Dienstag, 03 Januar 2017 20:03)

    Schon wieder ich :-) es funktioniert jetzt. Der Stopfen ging hoch, nachdem er etwas mit einem Löffel "angestupst" wurde, nach einiger Zeit baute sich dann auch der Druck auf. Ausserdem ist mehr Wasser im Topf und grössere Gläser und mehr Inhalt. Jetzt kann ich loslegen :-)
    Liebe Grüße
    Kristine

  • #24

    Laura (Mittwoch, 04 Januar 2017 10:41)

    So ein toller Blog! Vielen Dank! Ich bin völlig unerfahren im Einkochen und möchte daher auf Nummer sicher gehen und einen pressure canner kaufen. Leider habe ich ein Induktionskochfeld und wie ich es hier gelesen habe funktioniert er da nicht? Gibt es eine sinnvolle Alternative? Einkochautomaten sind eine andere Geschichte, stimmts? Da die nicht unter Druck stehen? Vielen lieben Dank und beste Grüße!!

  • #25

    Ulli - Einkochhelden.de (Mittwoch, 04 Januar 2017 19:28)

    Hallo Ihr Lieben,
    @Kristine: YES!!! Puh, ich hab echt mit geschwitzt ;-) Zum Glück hat jetzt geklappt. Viel Spass weiterhin!!
    @Laura: Ganz herzlich willkommen und vielen Dank für Dein Lob! Der Einkochautomat ist leider keine Alternative zum Pressure Canner. Er ist wirklich nur für das Einkochen im Wasserbad. Dafür ist er aber super ;-) . Die Pressure Canner, die ich recherchiert habe, sind alle aus nicht magnetischem Material (zB Aluminium) - daher funktionieren sie auf Induktion nicht. Vielleicht gibt es eine günstige einzelne, separate normale Elektro- oder Ceran-Kochplatte. Dann könntest du den Canner darauf stellen.
    Liebe Grüsse,
    Ulli

  • #26

    Aveline (Montag, 09 Januar 2017 20:18)

    Hallo , dank deines Wundervoll ausführlichen Berichtes bin ich nun nach knapp zwei Wochen auch endlich Besitzerin eines Prestos!
    Als ich die Verpackung öffnete lag da nur ein Zettel dabei nicht outdoor und auf Gas erhitzen!
    Da du etwas von einer Herdplatte schreibst wüsste ich gerne auf was du kochst ? Bei meinem Ceranfeld hätte ich ehrlich gesagt etwas Bammel das es unter dem Gewicht bricht! ( Habe den 23 Quart Presto ) das wären samt Inhalt ja locker 40-45 kg. Vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen ?
    Happy Canning und danke schonmal <3

  • #27

    Ulli - Einkochhelden.de (Montag, 09 Januar 2017 21:52)

    Hallo Aveline,
    herzlich Willkommen und Glückwunsch zum Pressure Canner! Also ich benutze ganz einfach das Cerankochfeld in meiner Küche. Es kommt gar nicht soviel Wasser in den Topf wie man denkt, Du siehst ja die Markierung innen. Und 23 Quart also knapp 23 Liter ist das Volumen des ganzen Topfes, Du bekommst aber nur 7 x 1Litergläser oder 16 x 0,5 Gläser rein. Ich hab den 16 Quart, weil ich nicht so viel auf einmal, sondern eher öfter einkoche. Aber bei mir sind auch öfter 7x 1 Litergläser drin gewesen und es war kein Problem. Bei dem 16 Quart kommen ca 3 Liter Wasser mit in den Topf.
    Viel Spaß beim Pressurecanning!
    Beste Grüße, Ulli

  • #28

    elkland (Dienstag, 10 Januar 2017 21:35)

    Hallo Ulli,

    erstmal Glückwunsch zu deiner gut gemachten Seite.
    Um den Pressure Caner von Presto bin ich auch schon das ein oder andere mal herum geschlichen. Ich habe mich sogar mal um die Modelle von AllAmerican bemüht, wobei die Dinger eher an Raumfahrt als an Einkochen erinnern.
    Was mich immer abgehalten hat waren die Shippingkosten.
    Ich möchte also an dieser Stelle alle zukünftigen Käufer daran erinnern auch gleich Ersatzdichtungen mit zu bestellen. Denn diese Formate wird man in Europa nur schlecht finden.
    Desweiteren möchte ich noch anmerken das eine doppelte "Isolation" aus Gymnastikmatten, verklebt mit "Patex" den Energiebedarf deutlich senken kann.
    Gemeint ist ein "Überzieher" den man auch vom Topf abziehen kann.
    Also nicht fest auf dem Topf geklebt.

    Grüße.

  • #29

    Kristine (Dienstag, 17 Januar 2017 08:56)

    Hallo Ulli, nachdem der Topf nun endlich Druck aufbaut, habe ich bereits einiges eingekocht. Was mich aber noch irritiert ist die lange Zeit, die der Topf benötigt um Druck aufzubauen, bis zu den 11 psi vergehen schon mal 60 Minuten. In dieser Zeit kocht das Wasser aber ja bereits in dem Topf, also das EInkochgut wird ja bereits Wasserbadähnlich behandelt. Und dann lasse ich das EInkochgut noch einmal - ensprechend der Rezepte, also Linsensuppe z.b. 75 Min bei 11 PSI - einkochen. Also kocht es 60 Min im Wasserbad ein und nochmal 75 Min unter Druck. Ist das nicht zu viel?
    Viele Grüße
    Kristine

  • #30

    Ulli - Einkochhelden.de (Dienstag, 17 Januar 2017 09:15)

    Hallo in die Runde,
    @elkland - herzlich willkommen im Kreis der Pressure Canner ;-)
    @Kristine - 60 Minuten zum Druckaufbau ist eindeutig zu lang. Nach dem Auflegen des Gewichts dauert es bei mir maximal 10 Minuten bis der Druck da ist und das andere Ventil rausploppt. Hm, nutzt Du auch die grösste Platte auf dem Herd? Naja sicherlich. Sitzt das Gewicht auch richtig auf dem Ventil? Mir ist das ein Rätsel .... Ich werd mal ein bisschen nachforschen (Presto Kundendienst).
    Liebe Grüsse, Ulli

  • #31

    Kristine (Dienstag, 17 Januar 2017 14:08)

    Ja, die grösste Platte, bzw. habe ich ein Ceranfeld, bei dem man einen Ring zuschalten kann. Das Gewicht liegt korrekt auf. Das Ventil ploppt erst hoch, wenn man (mit dem Kochlöffel) einmal kurz aufdrückt, das funktioniert aber erst nach ca 45/60 Minuten. Als ob es erst gelöst werden muss....Sobald das Ventil aber oben ist, also alles dicht, geht auch der Druck hoch, das dauert dann tatsächlich nur 10 Minuten. Also wenn einmal die HItze da ist, dann läufts.... Mit dem Kundendienst von Presto habe ich es auch schon versucht. Haben auch alles abgefragt, als sie hörten, ich nutze ein Ceranfeld, hiess es, für Germany keine Garantie. Dann habe ich gar nicht weiter nachgefragt. Aber vielleicht hast Du ja mehr Erfolg? Andereseits hat vielleicht das Ceranfeld nicht ausreichend Power? Ich habe mal in der Anleitung nachgeschaut, 1700 W, wenn beide Platten an sind. Aber ist das jetzt viel oder wenig? Im Inet habe ich nichts aussagekräftiges gefunden. Wieviel Watt bringt denn Deine Platte? Das wäre mal interessant, da die ja gut funktioniert, ansonsten fällt mir nur noch ein, dass das Ventil defekt ist? Sieht aber alles so aus, wie in der Anleitung beschrieben. Hm.
    Ich danke Dir aber jetzt schonmal für die Hilfe!
    LG Kristine

  • #32

    Dennis (Mittwoch, 25 Januar 2017 14:55)

    Ich habe mal eine Frage:
    Ich habe gemäß der Anleitung sowohl die Mason Ball Gläser, wie auch die Weck Tulpengläser genutzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei den Weck Gläsern auch nach dem abkühlen (handgefühlte 40°C) noch Luftblasen aufgestiegen sind. Bei den Mason Gläsern war das nicht der Fall. In beiden Fällen hat sich aber ein Vakuum gebildet.
    Allerdings hat mich das jetzt etwas verunsichert. Daher die Frage, ob die Blasenbildung normal ist und wie diese entsteht? Oder habe ich etwas falsch gemacht?

    Lieben Gruß mit der Hoffnung auf eine Antwort

    Dennis

  • #33

    Kristina (Freitag, 03 Februar 2017)

    Hey Ulli,
    Dein Blog ist wirklich eine Offenbarung. Endlich weiß ich, wie ich mit Hülsenfrüchten umzugehen habe.
    Eine Frage noch, sind Schnellkochtöpfe denn grundsätzlich zum Einkochen von Fleisch und Co. Geeignet? Ich habe noch so ein Omagerät (natürlich ohne Anleitung).

  • #34

    Olivia (Montag, 13 Februar 2017 13:24)

    Hallo, ist ein Pressure Canner gleich wie ein Einkochtopf von Weck? Danke

  • #35

    Stefan (Montag, 17 April 2017 12:35)

    Hi Ulli,

    ich habe mir, nachdem ich deinen Blog gelesen habe, einen Pressure Canner in den Staaten bestellt (Presto, 23). Ich habe ihn auch schon mit diversen Produkten ausprobiert, habe aber das Problem, dass Eingekochtes (Bolognese, Chili, Rouladen) immer verbrannt schmeckt. Hatte es am Anfang mit den 15er Gewicht versucht, da war es ganz schlimm und bin dann auf das 10er Gewicht runter gegangen. Es ist zwar erträglich aber immer noch wahrnehmbar verbrannt. Hast du eine Idee, woran es liegen kann? Im Weck-Einkochtopf war die Bolognese immer einwandfrei, bin aber aufgrund deiner Ausführung verunsichert und will nun gerne mit Druck einkochen.

    LG
    Stefan

  • #36

    Ulli - Enkochhelden.de (Freitag, 05 Mai 2017 10:34)

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für Deinen Kommentar - leider hab ich sie erst jetzt gesehen. Er muss mir irgendwie durchgerutscht sein. Sorry!
    Also zunächst einmal: das ist ja sehr ärgerlich! Ich hatte das Problem bisher noch nicht. Was ich kenne ist, dass sich wenn man zu ungeduldig ist (eine meiner stärksten Schwächen!!) und ganz zum Schluss den Deckel oder das Ventil doch schon öffnet obwohl der Druckanzeiger noch nicht auf Null steht, die Gläser durch den schnellen Druckausgleich etwas übersprudeln und man dann eine Sauerei im Topf hat! Aber das ist es wohl nicht - es riecht dann aber auch verbrannt.
    Hast Du denn genug Wasser im Topf und auch das Bodengitter? Sicherlich. Es scheint einfach zu starke direkte Hitze am Glas zu sein, denn eigentlich dürfte im Wasserbad/Dampf nichts anbrennen höchstens zu sehr weich kochen. Wie flüssig sind die Gerichte, bei denen dir das passiert? Du kannst mir auch gern direkt eine Nachricht an u.dorau@einkochhelden.de schicken, dann können wir direkt kommunizieren.
    Liebe Grüsse, Ulli